Gib-Soest: Gesellschaft für innovative Batterietechnik
   





Elektrolytumwälzung - EUW

Die Anforderungen an die Traktionsbatterien für Gabelstapler, Schlepperfahrzeuge und Lokomotiven sind in den letzten Jahren ständig gestiegen.
Rationalisierung der Fahrzeugeinsätze bedeuten auch eine Verringerung der Stillstandszeiten und somit höhere Belastungen für die Batterien.
Höhere Belastungen mit kürzeren Entladezeiten haben höhere Batterietemperaturen mit reduzierter Brauchbarkeitsdauer zur Folge.
Die Batterietemperaturen werden jedoch auch durch die Ladetechnik, insbesondere durch Ladezeiten beeinflußt.

Jahrzehntelang galt ein Ladefaktor von 1,2. Das heißt, dass während der Volladung 20% mehr an Kapazität zugeführt wird als bei der vorausgegangenen Entladung entnommen wurde.
Durch Einhaltung der engen Fertigungstoleranzen, Ladetechniken mit variablen Nachladezeiten und zuverlässig arbeitender Entladezustandsanzeiger, konnten in den letzten Jahren die Ladefaktoren bis zu 1,15 gesenkt werden.

Eine wesentlich stärkere Verringerung des Ladefaktors bis zu 1,05 bei normalen Antriebsbatterien ermöglicht nun die Elektrolytumwälzung.

Die Elektrolytumwälzung während der Wie-deraufladung bewirkt eine gleichmäßige Elektrolytdichte zwischen den Platten über die gesamte Plattenhöhen und damit eine gleichmäßigere Aufladung aller Platten-bereiche. Da gerade die üblicherweise hierfür notwendigen Ausgleichsvorgänge bei unterschiedlichen Elektrolytdichten über die
Zellenhöhe während der Ladeschlußphase längere Zeit benötigen, kann durch den erzwungenen Ausgleich der Elektrolytdichten die Nachladezeit bis auf 1/3 der bisherigen Zeit gekürzt werden mit folgenden Vorteilen:

  • geringere Batterietemperaturen
    In der Nachladephase wird in den Batteriezellen im Vergleich zur Hauptladephase die 4fache Wärmemenge je eingeladene Amperstunde freigesetzt. Durch Reduzierung der Nachladezeit auf ein Drittel kann die Batterieendtemperatur je nach Umgebungstemperatur um 2-6K gesenkt werden.
  • Energieeinsparung
    Bezogen auf die üblichen Ladeverfahren beträgt die Energieeinsparungen ca. 10-15 %.
    weniger Wartung
    Der größere Anteil der Wartungsarbeiten entällt bei den geschlossenen Batterien auf das Nachfüllen von Wasser. Die beträchtliche Reduzierung des Wasserverbrauches senkt somit auch die Wartungskosten.
  • Verringerung der Gasung
    Neben der Reduzierung des Wasserverbrauches verringert sich die mechanische Belastung der Elektroden durch den aufsteigenden Gasstrom und die damit zusammenhängende Abschlammung.
  • längere Brauchbarkeitsdauer
    Die verringerten Batterietemperaturen und Belastungen der Elektroden durch reduzierte Gasung verlängern die Batterie-Brauchbarkeitsdauer um ca. 10-15 %.


  • kürzere Ladezeiten bzw. geringere Ladeströme

    Bei einer Gesamtladezeit von 8h mit einem Ladefaktor von 1,17 (ohne Elektrolytumwälzung) beträgt z. B. die Nachladezeit 4-5 h.
    Mit Elektrolytumwälzung, einem Ladefaktor von 1,05 und gleichem Ladestrom-verlauf wird die Nach-ladezeit auf 1,5 - 2 h gesenkt, so daß die Gesamtladezeit nicht mehr 8 h, sondern nur noch 6 - 6,5 h beträgt. Steht jedoch weiterhin die Volladezeit von 8 h zur Verfügung, können wesentlich geringere Ladeströme gewählt werden.

    Dies sind in der Regel die Ströme, die erforderlich sind, um Batterien ohne Elektolytumwälzung innerhalb von 10 h mit einem Ladefaktor 1,17 vollzuladen.
  • reduzierter Wasserverbrauch
    Bei Erreichen der Gasungsspannung setzt die verstärkte Gasbildung ein, die bisher allein die Elektrolytumwälzung bewirkt hat.
    Die Gasung ist die Wasserzersetzung aus dem Elektrolyten in Wasserstoff und Sauerstoff. durch die verkürzte Nachladezeit und die verringerten Batterietemperaturen sinkt auch der Wasserverbrauch um 60-70 %.







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